Presseartikel und Mitteilungen

10.05.2017, Schwäbisch Hall/Wolpertshausen
Zu Gast bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH)

Eberhard Mann, zuständig für Besucherprogramme führte die Gruppe in die 30-jährige Erfolgsgeschichte der Erzeugergemeinschaft ein und in die verschiedenen Abteilungen in Wolpertshausen.

Dass eine gute Idee mit Überzeugung und der nötigen Energie und Durchhaltevermögen zum Erfolg führen kann, hat der Gründer Rudolf Bühler unter Beweis gestellt. Er hat es nicht dabei belassen, die beteiligten Hohenloher Bauern unter einer Qualitätsmarke zusammenzuführen. Da er nach dem Studium über den regionalen Tellerrand hinaus in der Entwicklungshilfe tätig war, eröffnete sich damit ein weiteres ergänzendes Geschäftsfeld.

So werden heute Hohenloher Wurstprodukte mit Bio-Gewürzen aus Südindien, Sansibar und Hohenlohe fein abgestimmt. Schon alleine der Geruch der vielen Gewürze in der Lagerhalle lassen ahnen, wie gut diese wohl dosiert dem Gaumen schmeicheln. Rudolf Bühler versteht dies nicht als reine Geschäftemacherei, ihm geht es vielmehr darum, intakte Welten sowohl in der Natur als auch für die dort lebenden Menschen zu erhalten und u.A. durch angemessene Bezahlung zu stabilisieren. So erhalten die Gewürzbauern für Ihre zertifizierten Biogewürze auf Sansibar das Doppelte der sonst üblichen Bezahlung. Auch in Wolpertshausen werden die Gewürzmengen von Hand weiterverarbeitet und verpackt.

Inzwischen arbeiten in der gesamten BESH mehr als 400 festangestellte Mitarbeiter. Die Produkte werden in 7 eigenen Märkten verkauft und an ca. 400 Partner in Baden-Württemberg über den eigenen Fuhrpark geliefert. In den 30 Jahren wuchs die BESH von 8 auf 1450 Mitglieder. Aus der Markthalle 9 in Berlin landen auch schon mal Produkte in den Kühlschränken von Bundespolitikern. Dies deutet auch darauf hin, gute Produkte wollen auch gut vermarktet werden. Auch diesem Thema widmet sich die BESH in einer eigenen Werbeabteilung, dem sogenannten Medienzentrum. Aus diesem inzwischen breit aufgestellten Gesamtunternehmen ist auch eine breite Ausbildungspalette an Berufen und Studiengängen gewachsen. 

Der Sohn Christian Bühler unterstrich in seinem Beitrag, dass das Unternehmen Schülern gerne die Möglichkeiten einräumt über ein Praktikum das Unternehmen und die Berufe kennenzulernen. Auch die Bildungspartnerschaften z.B. mit der Schenkensee-Werkrealschule werden aktiv und regelmäßige gepflegt.

Die Besucher konnten auch eine Gruppe Schwäbisch-Hällischer Schweine in Augenschein nehmen, die sich auf dem großen Gelände sichtlich wohlfühlen. 20 Tiere werden pro Hektar ohne genmanipulierte Futtermittel und mit einem 20%igem Zusatz von gemahlenen Eicheln aufgezogen, was dem ohnehin schon hochwertigeren Fleisch eine zusätzliche individuelle Geschmacksnote gibt. Auch der Futtersoja wird in Hohenlohe gentechnikfrei angebaut.

Im größten regionalen Bauermarkt in Wolpertshausen, wird die gesamte Produktpalette der BESH noch mit Produkten von Edeka ergänzt und ist sogar sonntags geöffnet. Während des Einkaufs können Elektrofahrzeuge solar aufgetankt werden.

Insgesamt waren die Besucher aus Schulen, Betrieben und der Agentur für Arbeit sehr beeindruckt, welche interessanten Zusammenhänge hinter der Erzeugung der Produkte der BESH stecken und wie wertvoll regionale Qualität sein kann. Insbesondere wenn die Idee der Vereinigung von Erzeugern auch noch in andere Länder Arbeitsplätze schafft damit hochwertige Produkte auf unseren Tellern landen.

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